Unsere heimischen Hummelarten

1. Unsere häufigsten Hummelarten

 

Einige unserer häufigsten Hummelarten sind nicht immer leicht voneinander zu unterscheiden, andere dagegen recht leicht erkennbar. Ein erster guter Anhaltspunkt der Hummelbestimmung ist immer die Betrachtung der Hinterleibsspitze, da sich hier bereits eine grobe Einteilung machen lässt. Anschließend muss man sich weitere Eigenschaften genauer anschauen, wie die Anzahl eventueller Querstreifen und deren Farbton. Leider gibt es bei einer Art auch manchmal mehrere Farbvarianten und Ausprägungsformen, was die Bestimmung erschweren kann. Gerade bei den Erdhummeln sind am einfachsten die Königinnen (ferner auch die oft anders gefärbten Drohnen) voneinander zu unterscheiden, während die Arbeiterinnen, beispielsweise von Heller und Dunkler Erdhummel, nicht immer sicher im Feld zu differenzieren sind. Die unten angegebene Bestimmungshilfe für die Königinnen unserer häufigsten Arten, die sich in der Regel auch für Arbeiterinnen anwenden lässt, soll eine erste Orientierung ermöglichen. In dieser Abbildung sind untereinander auch immer die häufigsten Farbvarianten einer Art dargestellt. Mehr Details zu den entsprechenden Arten finden sich dann darunter in den Artensteckbriefen.

 

 

Nachfolgend sind die Steckbriefe unserer häufigsten Hummelarten aufgeführt. Durch Anklicken der jeweiligen Art erhalten Sie weitere bebilderte Informationen

 

1. Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris)

2. Helle Erdhummel (Bombus lucorum)

3. Steinhummel (Pyrobombus lapidarius)

4. Ackerhummel (Megabombus pascuorum)

5. Wiesenhummel (Pyrobombus pratorum)

6. Baumhummel (Pyrobombus hypnorum)

7. Gartenhummel (Megabombus hortorum)

 

Eine weitere Art, die deutschlandweit als zwar als gefährdet gilt, lokal aber durchaus auch häufig gefunden werden kann, ist die Kryptarum-Erdhummel. Gerade im Erzgebirge ist diese Art häufig anzutreffen. Als häufiger Gast in meinen Nistkästen soll sie daher nachfolgend auch näher beschrieben werden:

 

8. Kryptarum-Erdhummel (Bombus cryptarum)

 

2. Weitere Hummelarten

 

Weitere heimische Hummelarten, die zum Teil mehr oder weniger stark gefährdet sind, sind nachfolgend aufgeführt. Zusätzlich ist der Gefährdungsgrad in Deutschland hinter jeder Art angegeben. Kuckuckshummeln sind nicht aufgeführt.

 

- Alpenhummel (Alpinobombus alpinus): stark gefährdet

- Berghummel (Megabombus mesomelas): stark gefährdet

- Bergwaldhummel (Alpigenobombus wurfleini): stark gefährdet

- Cullumanushummel (Pyrobombus cullumanus): ausgestorben

- Deichhummel (Megabombus distinguendus): vom Aussterben bedroht

- Distelhummel (Pyrobombus soroeensis): stark gefährdet

- Eisenhuthummel (Megabombus gerstaeckeri): gefährdet

- Erdbauhummel (Megabombus subterraneus): stark gefährdet

- Feldhummel (Megabombus ruderatus): vom Aussterben bedroht

- Fragranshummel (Megabombus fragrans): ausgestorben

- Grashummel (Megabombus ruderarius): gefährdet                        

- Grauweiße Hummel (Megabombus mucidus): gefährdet

- Große Erdhummel (Bombus magnus): stark gefährdet

- Heidehummel (Pyrobombus jonellus): stark gefährdet

- Höhenhummel (Pyrobombus sicheli): gefährdet

- Mooshummel (Megabombus muscorum): vom Aussterben bedroht                         

- Obsthummel (Megabombus pomorum): vom Aussterben bedroht

- Pyrenäenhummel (Pyrobombus pyrenaeus): gering gefährdet

- Samthummel (Confusibombus confusus): vom Aussterben bedroht

- Sandhummel (Megabombus veteranus): stark gefährdet

- Tonerdhummel (Megabombus argillaceus): stark gefährdet

- Trughummel (Bombias mendax): gefährdet

- Veränderliche Hummel (Megabombus humilis): stark gefährdet

- Waldhummel (Megabombus sylvarum): stark gefährdet

 

 

© www.insektenstaaten.de / Dr. Michel Oelschlägel         Hier: Das insektenstaaten.de-Team stellt sich vor       Hier: Kontakt, Impressum und Datenschutz

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