Zusammenfassung unserer Tätigkeiten in der Hornissensaison 2019

 

Die Hornissensaison 2019 war die arbeitsintensivste Saison für uns seit Beginn unserer Tätigkeit. Wie bereits 2018 wurden zahlreiche Nester gemeldet, darunter auch viele Umsiedlungsfälle. Eine kleine Zusammenfassung über die Saison 2019 haben wir nachfolgend zusammengetragen.


Neben der Umsiedlung eines Bienenvolkes und eines Nestes der Sächsischen Wespe arbeiteten wir in der Saison 17 Hornissenumsiedlungen im Landkreis Mittelsachsen und im Erzgebirgskreis ab. Davon entfielen 11 Nester auf den Erzgebirgskreis und 6 Nester auf den Kreis Mittelsachsen. Doch es waren nicht nur die Umsiedlungen, die durchzuführen waren. Auch Nachkontrollen sind nach der Umsiedlung stets wichtig, um den weiteren Entwicklungsverlauf nach der einschneidenden Umsiedlung besser überwachen und notfalls auch in aufkommende Probleme eingreifen zu können. Gerade wenn Nester später im Jahr, beispielsweise Mitte bis Ende August oder sogar noch im September, umgesetzt werden müssen, so ist die Nachsorge hier besonders wichtig. Da zu diesen Zeiten bereits primär Geschlechtstiere herangezogen werden oder gar Geschlechtstiere im Nest leben, ist eine regelmäßige Zufütterungen in diesen Fällen absolut notwendig. Auch Kältewellen fordern eine verstärkte Nachsorge bei solchen Nestern. Neben diesen Tätigkeiten in der laufenden Saison wurden dann im Spätherbst, nach dem Absterben der Völker, auch die Nistkästen wieder eingesammelt, gereinigt und die verlassenen Nester ausgezählt. Letzteres dient der Abschätzung des Reproduktionserfolges eines Volkes nach der Umsiedlung. Neben den Umsiedlungen kamen im Jahresverlauf noch mehrere Nestabsicherungen und Vor-Ortberatungen dazu. Auch gab es in den Sommermonaten zahlreichen Anfragen per Mail oder Telefon.


Dieses Jahr haben wir uns mal die Mühe gemacht, die investierte Zeit und die gefahrenen Kilometer zu erfassen und zusammenzurechnen. Für 2019 ergaben sich allein bezüglich der Hornissen für uns fast 150 Stunden an ehrenamtlicher Arbeit (exklusive der Zeit für die Mailbeantwortung von Fragen oder telefonischer Beratungen). Insgesamt sind wir in dieser Saison aufgrund von Hornissenumsiedlungen, Nestabsicherungen oder Vor-Ort-Beratungen zu Hornissen auch mehr als 3900 km gefahren. Zeitweise waren wir fast täglich unterwegs. Wir hoffen, dass bei diesen Zahlen auch etwas Verständnis dafür aufkommt, dass wir nicht gleichzeitig überall sein können und es auch mal etwas dauern kann, bis wir vor Ort weiterhelfen können - zumal wir diese Arbeiten um unsere hauptberufliche Tätigkeit herumbauen müssen.


Insgesamt war aber die Arbeit auch ihre Mühe wert. Abgesehen von einem Nestverlust nach einer Umsiedlung durch Parasiten, dem Verlust von einem schwachen Nest, welches sich nach der Umsiedlung nicht weiter entwickelt hat (durch Konkurrenzdruck von einem anderen Nest in dem Gebiet) und einem erfolglosen, königinnenlosen Nest, bei welchem nicht mal Drohnen abgeflogen sind, haben alle anderen umgesetzten 14 Hornissennester erfolgreich Geschlechtstiere (damit sind Jungköniginnen oder Drohnen gemeint) hervorgebracht. Darunter waren zwei Nester, welche sogar mit mehr als 1000 Geschlechtstieren besonders erfolgreich waren. Insgesamt haben die umgesetzten Nester mehr als 6000 Geschlechtstiere freisetzen können - Tiere, die im Falle einer Abtötung gefehlt hätten. Diese Bilanz freut uns natürlich sehr. >6000 Tiere (Drohnen und Jungköniginnen) klingt natürlich erst einmal sehr viel. Doch von den Jungköniginnen (sind zahlenmäßig etwa 2000-3000 der >6000 Tiere) werden nur wenige hundert Tiere überhaupt das nächste Frühjahr erleben, und viele Königinnen werden auch die kritische Nestgründungsphase nicht überstehen. Am Ende werden es vielleicht nur ein paar Nester mehr sein als die diesjährigen 14 Nester, aus denen die Tiere geschlüpft sind. Man merkt: Die Natur geizt hier nicht und plant hohe Verluste ein.

 

An dieser Stelle auch nochmal herzlichen Dank an Steffen Emmrich, der die Umsiedlungen im Erzgebirgskreis tatkräftig unterstützt und mit vielen Ideen und handwerklicher Expertise viele neue Hornissenkästen gebaut sowie diese auch im Hinblick auf die Umsiedlungen weiterentwickelt hat.


Nachfolgend noch eine Übersicht über die diesjährigen Hornissenumsiedlungen sowie Nestabsicherungen (Bienen- und Wespen sind hier nicht mit berücksichtigt). Zu fast jedem Eintrag findet sich auch ein Link zu einem weit umfangreicheren, gesonderten Bericht. Vor-Ort-Beratungen ohne weitere Maßnahmen sind hier nicht mit aufgeführt.

 

Umsiedlung 1 - 11.06.2019: Siebenlehn (Mittelsachsen)

 

Dieses Nest bestand zum Umsiedlungszeitpunkt nur auch der Anfangswabe und der Königin. Es wurde zuvor bei Dachbauarbeiten entdeckt. Die Umsiedlung verlief zunächst problemlos, aber nach dem Schlupf der ersten Arbeiterinnen wurde das Nest von Mottenlarven (Wachsmotte und Dürrobstmotte) befallen und bald darauf aufgegeben...

 

Das Nest vor der Umsiedlung...

 

 

Links: Einige Zeit nach der Umsiedlung schlüpfen die ersten Arbeiterinnen; Rechts: Letztlich zwingt aber Parasitenbefall das junge Völkchen in die Knie...

 

Umsiedlungsbericht zu Siebenlehn


Umsiedlung 2 - 11.07.2019: Mitteldorf (Erzgebirgskreis)

 

Dieses kleine Nest wurde aus einem Schuppen aufgrund von Bauarbeiten umgesetzt und entwickelte sich nachfolgend sehr gut. Mit 10 Wabenetagen und mehreren hundert Geschlechtstieren hat es seine Saison sehr erfolgreich nach der Umsiedlung abschließen können.

 

Das Nest vor der Umsiedlung...

 

Umsiedlungsbericht zu Mitteldorf

 

Umsiedlung 3 - 19.07.2019: Schneeberg (Erzgebirgskreis)

 

Dieses Volk wurde aus einer Kindertagesstätte heraus umgesetzt und war in der Zwischenwand eines Holzhauses eingebaut. Das Volk entwickelte sich anschließend ausgesprochen gut und erreichte 12 Wabenetagen. Mehr als 1600 Geschlechtstiere wurden hier letztlich freigesetzt - eine sehr beeindruckende Bilanz! 

 

Das Nest kurz vor der Umsiedlung...

 

Das Nest im Nistkasten nach der Umsiedlung...

 

Das beeindruckende Nest am Ende der Saison...

 

Umsiedlungsbericht zu Schneeberg

 

Umsiedlung 4 - 25.07.2019: Drebach (Erzgebirgskreis)

 

Hier hatte sich ein Filialnest in einem Baum auf dem Gelände einer Grundschule gebildet und wurde in einer mehrtägigen Aktion umgesiedelt. Leider war letztlich der ganze Aufwand nicht von Erfolg gekrönt. Die Umsiedlung verlief zwar sehr gut und die Tiere flogen sich zunächst gut am neuen Standort ein, aber später wurde das Volk durch ein deutlich stärkeres Volk in der Nähe unterdrückt, bis das Nest aufgegeben wurde.

 

Standort des Hornissennestes...

 

Das Nest nach der Umsiedlung aus der Baumhöhle im Nistkasten...

 

Umsiedlungsbericht zu Drebach

 

Umsiedlung 5 - 26.07.2019: Großolbersdorf (Erzgebirgskreis)

 

In diesem Fall hatten Hornissen ihr Nest an der Schwenktür einer Garage errichtet. Das Nest konnte erfolgreich umgesetzt werden und brachte es bis zum Herbst auf 8 Wabenetagen. Mehr als 400 Geschlechtstiere wurden hier freigesetzt - eine schöne Bilanz.

 

Das Hornissennest vor der Umsiedlung - mit dem Öffnen der Tür wurde das Nest immer um 90° gedreht...

 

Das Nest nach dem Absterben im Spätherbst...

 

Umsiedlungsbericht zu Großolbersdorf

 

Umsiedlung 6 - 31.07.2019: Flöha (Mittelsachsen)

 

In diesem Fall wurde bei Bauarbeiten ein Hornissennest in einem Flachdach entdeckt und musste umgesiedelt werden. Leider war das Nest bei der Umsiedlung bereits seit einiger Zeit drohnenbrütig (also ohne Königin), weswegen es nach einigen Wochen durch die fehlende Nachkommenschaft an neuen Arbeiterinnen bereits wieder verlassen war. Durch unbefruchtete Eier von Arbeiterinnen kamen aber noch einige Drohnen hier zur Entwicklung.

 

Das kleine, drohnenbrütige Nest nach der Umsiedlung...

 

Umsiedlungsbericht zu Flöha

 

Umsiedlung 7 - 06.07.2019: Lössnitz (Erzgebirge)

 

Hier wurde ein äußerst schwaches und drohnenbrütiges (königinnenloses) Nest in einem Vogelkasten aus dem Gelände der Kindertagesstätte umgesiedelt. Das Volk war so schwach, dass es letztlich nicht mal Drohnen hervorbrachte. Daher existiert hierzu auch kein gesonderter Bericht.

 

Das sehr schwache Nest im Vogelkasten mit gerade mal 5 Arbeiterinnen nach der Umsiedlung...

 

Umsiedlung 8 - 08.07.2019: Gelenau (Erzgebirge)

 

In diesem Fall hatten Hornissen ihr Nest in einem alten Kaminschacht erbaut, welcher aber noch zur Hausbelüftung genutzt wurde. Immer wieder verirrten sich Hornissen durch die Lüftung auch in das Haus. Dieses Umsiedlung war die anspruchsvollste Umsiedlung in der Saison 2019. Das Nest musste aus dem engen Schacht geborgen werden, ohne in diesen hinabzufallen. Die Tatsache, dass sich das Nest 30-40 cm unterhalb der oberen Öffnung des Kamins im Schacht befand, erschwerte die Situation zusätzlich. Letztlich konnten wir aber auch dieses Volk erfolgreich umsiedeln und das Nest wuchs noch auf insgesamt 6 Etagen im Herbst an. Mehr als 200 Geschlechtstiere sind letztlich aus dem Nest hervorgegangen.

 

In diesem Kaminschacht wurde in 30-40 cm Tiefe das Hornissennest errichtet...

 

 

Links: Viel Platz ist nicht auf dem Dach; Rechts; Blick in den Schacht auf das Nest...

 

Das verlassene Nest im Spätherbst...

 

Umsiedlungsbericht zu Gelenau

 

Umsiedlung 9 - 13.08.2019: Schlettau (Erzgebirge)

 

Die erste Umsiedlung an diesem Tag führte uns nach Schlettau, wo ein Hornissennest in einem Schuppen errichtet worden war. Die Umsiedlung verlief hier problemlos und das Nest, bestehend aus 3 Etagen, konnte sich noch bis zum Saisonende erheblich weiterentwickeln. Letztlich wuchs das Nest noch auf 9 Wabenetagen an und das Volk setzte mehr als 600 Geschlechtstiere frei - eine erfreuliche Bilanz.

 

Das Nest vor der Umsiedlung...

 

Das verlassene Nest nach dem Abschluss der Hornissensaison im Spätherbst...

 

Umsiedlungsbericht zu Schlettau

 

Umsiedlung 10 - 13.08.2019: Grießbach (Erzgebirge)

 

Umsiedlung 2 an diesem Tag führte uns nach Grießbach. Hier haben Hornissen eine Filiale in einem Schuppen neben dem Hauseingang errichtet. Da die Filialbildung, also der Umzug der Hornissen, noch nicht abgeschlossen war, mussten wir noch das ebenfalls bewohnte Ursprungsnest finden. Dieses konnte schließlich im Dachkasten am Haus entdeckt werden. Beide Nester wurden nun geborgen und zusammen umgesiedelt. Das Nest brachte es letztlich auf 4 Wabenetagen und setzte mehr als 200 Geschlechtstiere frei.

 

Blick auf die neugebaute Hornissenfiliale im Schuppen...

 

 

Daneben war aber auch noch das Ursprungsnest im Dachkasten bewohnt - links: Standort des Ursprungsnestes; rechts: Die Waben des Ursprungsnestes...

 

Beide Nester mussten zusammen umgesetzt werden und wurden im Nistkasten wieder vereint...

 

Umsiedlungsbericht zu Grießbach

 

Umsiedlung 11 - 16.08.2019: Neundorf (Erzgebirge)

 

Diesmal musste ein recht starkes Nest aus einem am Haus befindlichen Heuboden umgesetzt werden. Das Volk war sehr wachsam. Die Umsiedlung verlief problemlos und das Nest entwickelte sich nachfolgend sehr gut weiter. Insgesamt wurden bis zum Herbst 9 breite Wabenetagen erbaut und mehr als 1000 Geschlechtstiere sind aus dem Nest hervorgegangen, eine tolle Bilanz!

 

Das Nest vor der Umsiedlung im Heuboden...

 

 

Links: entnommener Wabenbau; Rechts: Verteidigungsverhalten bei Entnahme der Fangbox nach der Umsiedlung...

 

Das Nest nach der Saison im Spätherbst...

 

Umsiedlungsbericht zu Neundorf

 

Umsiedlung 12 - 19.08.2019: Mittweida (Mittelsachsen)

 

Durch einen Sturm brach ein großer Ast von einem Baum ab, wodurch ein Hornissennest freigelegt wurde. Da der Baum stabilisiert werden musste, waren Schnittarbeiten notwendig. Was als Absicherung begann, wurde letztlich die nächste Umsiedlung. Das umgesetzte, kleine Volk entwickelte sich aber noch ganz gut weiter und brachte es in einem größeren Vogelkasten auf letztlich 5 Wabenetagen. Etwa 130 Geschlechtstiere sind aus dem Nest hervorgegangen.

 

  

Links: Blick auf die Bruchstelle am Baum; Rechts: das freigelegte, kleine Hornissennest an dieser Stelle...

 

Das Nest nach dem Absterben im Herbst - aus anfangs 2 Etagen sind letztlich 5 geworden...

 

Umsiedlungsbericht zu Mittweida

 

Umsiedlung 13 - 23.08.2019: Augustusburg (Mittelsachsen)

 

Hier hatte sich ein Nest in einer Garage auf einem Hof niedergelassen und musste umgesetzt werden. Das Nest war dabei um ein Brett herumgebaut worden. Das Volk konnte erfolgreich umgesetzt werden und setzte bis zum Ende der Saison mind. 300 Geschlechtstiere frei. Erstaunlicherweise wurden vorwiegend Drohnen produziert, obwohl eine Altkönigin anwesend war. Insgesamt wurde das Nest noch nach der Umsiedlung von 4 auf 6 Wabenetagen ausgebaut.

 

Das Hornissennest vor der Umsiedlung...

 

Das Hornissennest Ende September - einige Wochen vor dem natürlichen Absterben der Kolonie...

 

Umsiedlungsbericht zu Augustusburg

 

Umsiedlung 14 - 26.08.2019: Neukirchen (Erzgebirgskreis)

 

In diesem Fall hatten Hornissen ihr Nest hinter der Styroporverkleidung einer Fassade errichtet. Durch starke Hitzeeinwirkung wurde das Nest leider bereits im Vorfeld der Umsiedlung stark geschädigt und es hatte kaum noch belegte Brutzellen zum Umsiedlungszeitpunkt. Eine Königin war auch nicht mehr anwesend. Dennoch wurde das Nest aus der Fassade heraus umgesetzt und ein paar Geschlechtstiere konnten letztlich noch erfolgreich das stark angeschlagene Nest verlassen.

 

Das Hornissennest hinter der Fassade...

 

Umsiedlungsbericht zu Neukirchen

 

Absicherung 1 - 30.08.2019: Freiberg (Mittelsachsen)

 

In einem Baum an einem Fuß- und Radweg in Freiberg wurde ein Hornissennest festgestellt. Da eine Umsiedlung hier aus dem Baum heraus nicht möglich und auch nicht sinnvoll war, wurde eine Absicherung mit Hinweisschildern vorgenommen.

 

 

Links: Hornissennest in einem Baum am Wegrand; Rechts: Absicherungsmaßnahme...

 

Bericht zur Absicherung in Freiberg

 

Umsiedlung 15 - 30.08.2019: Freiberg (Mittelsachsen)

 

In diesem Fall hatten sich Hornissen in einer Gartenlaube aus einem schmalen Hohlraum durch die Styroporverkleidung nach innen in einen Abstellraum gefressen. Das Nest bestand - bedingt durch die Platzsituation - vor allem aus einer sehr großen Wabenetage. Die Umsiedlung selber verlief problemlos. Das Nest bedurfte aber noch einer intensiven Nachsorge. Letztlich konnte das Volk aber auf diese Weise noch mehr als 200 Geschlechtstiere freisetzen.

 

Das Nest in der Gartenlaube vor der Umsiedlung...

 

Das entnommene Nest...

 

Nach der Umsiedlung im Nistkasten...

 

Umsiedlungsbericht zu Freiberg

 

Umsiedlung 16 - 02.09.2019: Frankenberg (Mittelsachsen)

 

In diesem Fall musste ein kleines Volk aus einer neu verpachteten Gartenhütte umgesetzt werden, was ohne Probleme möglich war. Das kleine Volk entwickelte sich noch etwas weiter und setzte auch einige Geschlechtstiere frei.

 

 

Das kleine Hornissennest in einer Gartenhütte vor der Umsiedlung...

 

Umsiedlungsbericht zu Frankenberg

 

Absicherung 2 - 02.09.2019: Lichtenwalde (Mittelsachsen)

 

Hier gab es nur indirekte Probleme durch ein Hornissennest. Auf dem Grundstück nisteten die Tiere in einem alten Hundezwinger im hintersten Dachbereich eines darüber errichteten Heubodens, was keine Probleme machte. Allerdings gab es auf dem Grundstück viele junge Eschen, die von den Hornissen zur Nahrungsbeschaffung angeflogen wurden. Abends, wenn das Hauslicht angeschaltet wurde, verflogen sich zahlreiche Tiere (Hornissen sind ja nachtaktiv) an den außen am Haus angebrachten Lampen oder drangen über offene Fenster auch in das Gebäude ein. Hier erfolgten daraufhin Absicherungsmaßnahmen mittels Fliegengitter durch die Bewohnerin und eine "Abdunkelung" der außen am Haus befindlichen Lichtquellen wurde durch uns durchgeführt. Durch diese Maßnahmen ließ sich das Problem eindämmen. Das Nest konnte somit an seinem Standort verbleiben und eine Umsiedlung war nicht notwendig. Zu diesem Fall haben wir keinen gesonderten Bericht erstellt. 

 

Im Fall Lichtenwalde macht das Hornissennest selber keine Probleme, eher die Nachtaktivität der Tiere...

 

Umsiedlung 17 - 11.09.2019: Olbernhau (Erzgebirgskreis)

 

Normalerweise siedelt man so spät keine Nester mehr um, aber dieses Volk war ein Notfall und dringende Bauarbeiten erlaubten keinen Zeitaufschub bis zum natürlichen Absterben der Kolonie. Folglich musste das starke Hornissennest, in welchem sich auch zahlreiche Geschlechtstiere befanden, noch umgesetzt werden. Das war bei der Volkstärke natürlich sehr zeitintensiv. Letztlich konnte das Nest aber erfolgreich umgesetzt werden und bis zum Saisonende insgesamt über 700 Geschlechtstiere freisetzten. Das war aber nur durch eine intensive Nachsorge und Zufütterung möglich.

 

 

Das große Hornissennest vor der Umsiedlung...

 

2 Tage nach der Umsiedlung des Nestes...

 

Umsiedlungsbericht zu Olbernhau

 

Das war die Saison 2019 - nun schauen wir mal, wie es im Jahr 2020 weitergeht...

 

 

© www.insektenstaaten.de / Dr. Michel Oelschlägel         Hier: Das insektenstaaten.de-Team stellt sich vor       Hier: Kontakt, Impressum und Datenschutz

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