Hornissenumsiedlung am 20. und 21.09.2017 in Waldkirchen

 

Nach einigen Umsiedlungen in der Saison 2017, welche u.a. in Zwönitz und Schwarzenberg Ende August und Anfang September durchzuführen waren, folgte noch eine späte Anfrage Mitte des Monats bei Zschopau in Waldkirchen. Normalerweise siedelt man so spät keine Nester mehr um, da die Völker derzeit ihre Jungköniginnen und Drohnen freisetzen und daher ohnehin oft bis Mitte/Ende Oktober absterben.

 

Dieser Fall war jedoch etwas anders gelagert und dringende Bauarbeiten am Dach machten eine spontane Umsiedlung notwendig. Es konnte also nicht mehr das natürliche Absterben der Tiere abgewartet werden. Und gerade weil momentan mit vielen Geschlechtstieren im Nest zu rechnen war, war ein Umsiedlungsversuch einer Abtötung eindeutig vorzuziehen. Der Neststandort war diesmal aber kompliziert und das Nest nicht ohne Weiteres zugänglich. Die Hornissen flogen durch einen Spalt neben einem Lüftungsgitter unter ein Flachdach und der genaue Standort des Nestes erstmal nicht bekannt.

 

20. September 2017: Tag I der Umsiedlung! Am Nachmittag des 20. Septembers ging es zum Standort des Nestes. Die Hausbesitzerin und ich vermuteten das Nest hinter den Lüftungsgittern unter dem Flachdach, da die Hornissen das Gitter mit Papier zugebaut hatten. Doch bereits nach kurzer Zeit war klar, dass direkt dahinter kein Hohlraum war, der für ein Nest reichen würde. Durch die bereits angelaufenen Bauarbeiten war jedoch klar, dass hinter einer Holzleiste, welche sich direkt hinter dem Lüftungsgitter befand, ein großer Hohlraum unter dem Flachdach war, der genug Platz für ein Hornissennest bieten würde.

 

 

Links: Blick auf den vermuteten Nestbereich hinter dem Lüftungsgitter eines Flachdaches; Rechts: Die Umsiedlung wird vorbereitet...

 

In einem ersten Schritt wurde ein großer Teil der ein- und abfliegenden Tiere mit einem umgebauten Staubsauger in eine Fangbox abgefangen, um besser arbeiten zu können. Nachdem etwa 60 Tiere abgefangen waren, wurde weiter nach dem Nest gesucht. Dank der Baufirma vor Ort war auch ausreichend Werkzeug vorhanden, um Dachdurchbrüche zu versuchen. Da dieser Bereich ohnehin gebaut werden musste, konnte mittels Kreis- und Stichsäge ein 40 x 40 cm großes Loch über dem vermuteten Neststandort ins Dach gesägt werden. Doch dann die Ernüchterung - der Hohlraum unter dem Flachdach war leer. Kein Hornissennest war zu sehen. Nach weiterem Suchen fand ich das Einflugloch von der Dachinnenseite her und konnte sehen, dass die Tiere nicht in den Dachbereich hineinkrabbelten, sondern zwischen Dach und der darunterliegenden Trockenbauwand nach unten in die Wand verschwanden. 

 

Ein Teil der Hornissen wird mittels umgebauten Staubsauger in einen Fangkasten abgesaugt...

 

Mit einer Säge wird das Dach oberhalb des vermuteten Neststandortes geöffnet...

 

Dort findet sich allerdings kein Nest - die Hornissen krabbeln kurz hinter dem Einflugloch nach unten in die Trockenbauwand...

 

Das verkomplizierte nun die Umsiedlung deutlich und es war nicht klar, ob wir überhaupt an das Nest herankommen würden. Nach wie vor war der genaue Standort des Nestes nur schwer zu lokalisieren. Leichte Kratzgeräusche waren in der Wand zu vernehmen, aber dennoch schwer zuzuordnen. Da auch ein Teil der Wand im Rahmen der umfangreichen Bauarbeiten erneuert werden musste, bestand zumindest noch die Möglichkeit, die Fassade teilweise von außen zu öffnen. Aber auch dazu musste der Standort des Nestes eingegrenzt werden. Da es mittlerweile recht spät war, wurde die Umsiedlung am Morgen des Folgetages fortgesetzt. Die abgefangenen Hornissen wurden mit Bienenfutterteig gefüttert und verblieben bis zum nächsten Tag in der Fangbox. Das war möglich, da noch genug Arbeiterinnen im Nest vorhanden waren und ausflogen sowie sich das Nest in einer "warmen" Trockenbauwand befand.

 

21. September 2017: Tag II der Umsiedlung! Am Morgen brachte ich eine Endoskopkamera mit und versuchte durch diverse Spalten und Löcher im geöffneten Dachbereich und and der bereits teilweise geöffneten Fassade unterhalb des Einflugloches das Nest genauer zu lokalisieren. Das Nest selber fand ich zwar nicht, aber ich konnte Hornissen dabei beobachten, welche Wege sie durch die Trockenbauwand nahmen. Folglich entschieden wir uns, die Fassade nach links hin zu öffnen. Mittels Hammer und Kettensäge ging es ans Werk. An dieser Stelle auch nochmals herzlichen Dank an die vorhandene Baufirma, welche die Umsiedlung sehr aktiv unterstützt hat und mit "schwererem Gerät" der Fassade zu Leibe rückte. Mittlerweile kamen immer mehr Hornissen zu Vorschein - ein gutes Zeichen! Ich fing die Hornissen derweil mit dem Staubsauger oder Fangnetz ab.  Die Tiere waren aber meist sehr ruhig und verkrochen sich teilweise aus Angst vor dem, was da passierte. Das zeigte auch wieder, dass Hornissen nicht die aggressiven "Kreaturen" sind, als welche sie leider oft gesehen werden.

 

Mittels Endoskopkamera wird das Nest gesucht - hier an der bereits teilweise geöffneten Fassade...

 

Aber auch vom Dach her wird nach dem Nest gesucht - anhand der Bewegung einfliegender Hornissen wird der ungefähre Neststandort abgeschätzt...

 

Endlich kam ein kleiner Teil des Nestes zum Vorschein. Doch der Bereich sah bereits sehr schimmelig und alt aus. Zudem war dort keine Aktivität feststellbar. Vielleicht ein altes Nest? Laut der Hausbesitzerin gab es wohl in diesem Bereich schon einmal Hornissen. Etwas ernüchtert entschieden wir uns trotzdem, auch den Rest der Fassade zu öffnen. Dabei kam mehr vom oberen Bereich des Nestes zum Vorschein, wobei immer noch so gut wie keine Aktivität am Nest feststellbar war. Der untere Teil des Nestes war aber immer noch nicht einsehbar. Ich entschied mich dafür, einige der Waben von oben her abzutragen - auch um festzustellen, ob es das gesuchte Nest war oder ein altes Nest. Ich schnitt die oberen 2 Etagen heraus und konnte auf der 2. Etage noch vereinzelt lebende Larven entdecken. Endlich machte sich Entspannung breit - es war das gesuchte Nest aus dieser Saison.

 

Und tatsächlich - beim Öffnen der Fassade werden Teile eines Nestes sichtbar. Noch ist aber aufgrund der Ruhe am einsehbaren Nestbereich nicht klar, ob es ein altes Nest ist oder das gesuchte, aktive Nest...

 

Die Fassade wird noch weiter nach links geöffnet...

 

Gleichzeitig werden weitere einfliegende Tiere vom Dach her abgefangen...

 

Nachdem die Fassade weiter geöffnet wurde werden 2 Wabenetagen vorsichtig entnommen - weiterhin ist keine Hornisse in diesem Bereich des Nestes zu sehen und der Bau wirkt auf den ersten Blick verlassen...

 

Bei Blick auf diese Waben wird klar: es handelt sich um das gesuchte aktive Nest und nicht um ein altes Nest, denn lebende Larven finden sich noch vereinzelt in den Waben...

 

Die Fassade wurde nun nach unten hin noch etwas geöffnet. Nun kam auch der Rest des Nestes zum Vorschein. Gerade auf den untersten 3 Wabenetagen (insgesamt waren es 6) war noch reges Leben feststellbar und viele Larven und Puppen befanden sich neben Geschlechtstieren und einigen Arbeiterinnen auf den Brutwaben. Interessant, dass gerade der obere Teil des Nestes so verlassen und auch schon recht verfallen wirkte. Alle Waben wurden nun vorsichtig entnommen und die 4 untersten in den bereitgestellten Nistkasten mit Heißkleber eingebaut sowie mit Holzstücken fixiert. Da die 2 obersten Etagen nahezu verlassen waren und bereits verfallen wirkten, habe ich sie nicht mit umgesiedelt - auch damit die Tiere schneller wieder eine Nesthülle um die Waben mit vorhandener Brut bauen können. Das geht bei 4 statt 6 Wabenetagen natürlich schneller. Einige der Geschlechtstiere versteckten sich zwischen den Wabenetagen. Die Altkönigin war nicht mehr zu finden und wohl alterbedingt bereits gestorben. Anschließend wurden noch die verbliebenen Geschlechtstiere am alten Neststandort eingesammlt und in den Kasten gesetzt. Auch die letzten Arbeiterinnen wurden noch abgesammelt, wobei die letzten Tiere mittels Fangnetz abgefangen und separat zur Fangbox aufbewahrt und gefüttert wurden. Insgesamt 90-100 Arbeiterinnen wurden insgesamt im Laufe der Umsiedlung eingefangen. Die Fangbox wurde unten im Nistkasten unterhalb der Waben platziert und der Nistkasten nun zum neuen Neststandort gebracht.

 

Um das Nest nun zu bergen wird die Fassade noch weiter nach unten hin geöffnet...

 

Als die Arbeiten in diesem Bereich stattfinden, lassen sich auf einmal auch wieder mehrere Hornissen blicken, die vom Nest abfliegen...

 

Das letzte Stück Wand wird durchbrochen...

 

Das gesamte Nest kommt zum Vorschein - die unteren Etagen sind auch noch rege bewohnt...

 

Vorsichtig werden die restlichen Wabenetagen entfernt...

 

Hier sind noch Larven und viele verdeckelte Puppen von neuen Geschlechtstieren vorhanden - zudem verstecken sich geschlüpfte Drohnen und Jungköniginnen ängstlich zwischen den Wabenetagen...

 

Die 4 untersten Waben, in welchen sich noch reichlich Brut befindet, werden in den Hornissenkasten eingeklebt und fixiert...

 

Der Kasten wird in die richtige Position gebracht und die Fangbox unter den Waben platziert - so geht es nun zum Aussiedlungsstandort...

 

Auf einer Lichtung in ausreichender Entfernung (ca. 5 km Luftlinie) wurde der Nistkasten in gewohnter Weise an einem Baum aufgehängt und anschließend Futterteig im Kasten platziert, damit die Tiere die Umsiedlung besser verkraften. Anschließend wurden die mittels Fangnetz abgefangenen Hornissen wieder auf die Wabe gesetzt, was auch gut funktionierte. Diese versteckten sich rasch zwischen den Brutwaben. Nachfolgend wurde der Fangkasten geöffnet und der Nistkasten schnell verschlossen, sodass die Hornissen aus der Fangbox wieder auf die Waben krabbeln konnten. 20 Minuten nach der "Familienzusammenführung" wurde nun das zuvor verschlossene Flugloch freigegeben und die Tiere flogen sich sehr ruhig und besonnen ein.

 

Der Hornissenkasten wird an geeigneter Stelle angebracht...

 

Abgefangene Tiere werden nun zurück auf die Waben gelassen und die Fangbox geöffnet sowie der Kasten schnell geschlossen. Bienenfutterteig (links im Bild) gibt es zudem als kleine Belohnung und soll den Tieren helfen, die Umsiedlung gut zu überstehen...

 

Nach einer kurzen Beruhigungspause wird das Flugloch geöffnet und die Tiere können sich neu einfliegen...

 

Damit war eine sehr komplizierte Umsiedlung abgeschlossen. Dank der sehr offenen und den Tieren auch sehr positiv eingestellten Hausbesitzerin war eine Umsiedlung unter diesen Bedingungen überhaupt erst möglich und es konnten Teile des Daches und der Fassade geöffnet werden, um einen Zugang zum Nest zu bekommen. Damit konnte eine Vernichtung des Volkes abgewendet werden (wobei auch hier der Neststandort bekannt sein muss). Danke auch nochmal an dieser Stelle an die Baufirma vor Ort und die Mitarbeiter der zuständigen Naturschutzbehörde für die große Unterstützung.

 

Nach 2 Tagen folgte noch eine Nachkontrolle mit Entnahme des Umsiedlungskastens. Das Volk hat die Umsiedlung gut überstanden und zahlreiche Arbeiterinnen sind vorhanden und verteidigen bei starken Störungen (hier Entnahme der Fangbox) das Nest. Auch ein Teil der Nesthülle wurde bereits wieder ersetzt. Etwas Bienenfutterteig gab es nochmal zur Stärkung. Nun bleibt zu hoffen, dass es noch die restlichen Geschlechtstiere schaffen, abzufliegen. Es gibt auch noch viele Kokons, sodass - wenn das Wetter mitspielt - auch bis weit in den Oktober hinein noch mit Jungköniginnen und Drohnen zu rechnen sein wird.

 

Entnahme der Fangbox nach 2 Tagen...

 

Teile der Nesthülle wurden bereits wieder ersetzt...

 

Betriebsamkeit am Nistkasten - das Volk hat die Umsiedlung gut überstanden...

 

Nachfolgend noch das Video von der gesamten Umsiedlung (beide Tage) inkl. Aussiedlung:

 

Video zur Umsiedlung (externer Link: https://www.youtube.com/watch?v=0JigwD6GK38)

 

30. September 2017: Tragische Wendung! Das Mitte September in stundenlanger Arbeit aus der Hauswand umgesiedelte und auf einem Flächennaturdenkmal ausgesiedelte Hornissennest ist letzte Woche vergiftet worden. Ich frage mich, was im Kopf von so jemanden vorgeht - ein Volk in einem naturgeschützten Bereich mitten im Wald zu zerstören, wo es wirklich niemanden stört. Der Nistkasten war von einem Weg aus einsehbar - was wohl ein Fehler war. Das macht einfach traurig und unglaublich wütend zugleich. Da Hornissen unter Naturschutz stehen, stellt die Handlung eine Straftat dar und derzeit wird überlegt, ob man zusammen mit der Naturschutzbehörde eine Anzeige macht und einen Aufruf in der Presse. Der Angriff auf das Volk muss wohl irgendwann am 24. oder 25. September erfolgt sein. Das kann man an dem Baufortschritt an der Nesthülle abschätzen. Alle ca. 100 Arbeiterinnen, vorhandene Geschlechtstiere und alle Larven im Nest haben den Angriff nicht überlebt. Zahlreiche tote Hornissen waren bei einer Nestkontrolle im Nistkasten und drum herum zu finden. Ich habe das Nest mit nach Hause genommen und in einem warmen Raum gestellt - in der Hoffnung, die verpuppten Tiere würden es vielleicht noch schaffen. Leider waren die Puppen nun auch einige Tage lang unbebrütet und der Kälte ausgesetzt.

 

Ein erschreckendes Bild: Überall finden sich tote Hornissen - das Volk ist hier in der Vorwoche Opfer einer feigen Vergiftung geworden. Darauf deuten zahlreiche Indizien hin...

 

Das Nest steht leer - ich habe es mit nach Hause genommen in der Hoffnung, einige Tiere würden vielleicht noch schlüpfen...

 

06. September 2017: Geschlechtstiere geschlüpft! Tatsächlich: In den letzten Tagen schlüpften dank der Zimmerwärme mehr als 25 junge Drohnen und Jungköniginnen aus dem Nest. Das Gift scheint den Puppen wohl nichts angetan zu haben. Durch die Tage, in denen die Puppen unbebrütet im Nest waren (also bis ich das Nest verlassen gefunden und mitgenommen habe), sind einzelne Tiere dabei, deren Flügel nicht richtig entwickelt sind. Solche "Kältekrüppel" sind bei fehlender Nestwärme leider nicht ungewöhnlich. Zum Glück sind es vergleichsweise wenige betroffene Tiere und die meisten sehen gesund aus. Derzeit bekommen die neuen Untermieter Futterteig und Wasser. Es ist interessant zu sehen, wie sich die Tiere sozial umeinander kümmern, trotz des kompletten Arbeiterinnenverlustes. Sie füttern sich gegenseitig und wärmen sich und die noch nicht geschlüpfte Brut. Gerade die Drohnen übernehmen hier eine wichtige Rolle! Selten wird auch mal eine noch junge oder frisch abgestorbene Puppe aus den Kokons geholt und gefressen - eine Notlösung durch das Fehlen von tierischem Eiweiß. Interessanterweise sind es vor allem Drohnen, welche diese Kokons öffnen und dann auch Königinnen mit dem Fleisch füttern. Einige Tiere sind auch bereits zur Paarung abgeflogen. Dazu stelle ich den Kasten, in welchem sich das Nest befindet, für den Vormittag raus in die Sonne. Bleibt nun zu hoffen, dass es noch einige schaffen. Nachfolgend einige Aufnahmen von den Tieren am Nest. Übrigens: Die Tiere waren stets sehr friedlich und ich habe den Kasten sogar in der Wohnung öffnen können. Angriffe sind seitens der Geschlechtstiere ohnehin nicht zu erwarten.

 

Tatsächlich schlüpfen noch Geschlechtstiere - hier eine Jungkönigin am angebotenen Futterteig...

 

Gruppe von Drohnen und Königinnen - sie füttern sich gegenseitig und bebrüten - soweit sie können - die Puppen...

 

Bis zum 6. Oktober schlüpfen mehr als 25 Tiere - einzelne Tiere mit Flügelschädigungen (Kältekrüppel) sind leider auch dabei...

 

Die meisten Tiere sind jedoch gesund - ein erfreulicher Anblick!

 

20. Oktober 2017: Mindestens 25 Tiere (ev. auch deutlich mehr) sind gesund geschlüpft und in den letzten Tagen vom Nest abgeflogen. Sonniges und warmes Wetter unterstützte dabei den Abflug der Tiere. Leider sind in den letzten Tagen vermehrt Kältekrüppel geschlüpft und einige haben nun auch deutliche Fehlbildungen. Es sind vor allem die Tiere aus den Zellen, welche sich an den Rändern der Wabenetagen und auf der untersten Wabe befanden und damit am stärksten der Kälte (insbesondere in der Woche zwischen Vergiftung und Nestfund) ausgesetzt waren. Die geschlüpften Tiere bebrüteten auch nachfolgend vorangig die Zentren der Waben und weniger die Randzellen. Auch die unterste Wabe wurde kaum bebrütet - dafür waren es einfach zu wenig Tiere. Es ist daher nicht verwunderlich, dass nun - trotz Haltung der Tiere bei Zimmerwärme - viele Tiere schlüpfen, die nicht lebensfähig sind. Meist sterben diese Tiere auch kurz nach dem Schlupf oder krabbeln (da flugunfähig) aus dem Kasten. Trotz dieses aktuell eher traurigen Anblicks von bisher insgesamt mindestens 50 gestorbenen oder flugunfähigen Tieren konnte man wenigstens einem Teil der Tiere noch helfen und ihnen genügend Futter für einen erfolgreichen Abflug bereitstellen. Gerade die gesunden Königinnen haben sich dabei auch gute Vorräte anfressen können. Durch das gute Wetter sollten die abgeflogenen Tiere auch noch einen Paarungspartner gefunden haben. Vielleicht schafft es die ein oder andere Königin nun noch, durch den Winter zu kommen. Eine Chance haben sie zumindest. Auch vor der Umsiedlung sind ja bereits einige Geschlechtstiere vom Nest abgeflogen. Zusammen mit den aufgezogenen Tiere gab es somit keinen Totalverlust trotz sehr herber Verluste. 

 

Leider hat dese Umsiedlung gezeigt, dass es da draußen viele ignorante Menschen gibt, die auch vor der Vernichtung von Nestern in der Natur nicht zurückschrecken - nicht mal auf naturgeschützten Flächen. Eine Lehre, Nistkästen stets zu unzugänglich wie möglich aufzuhängen.

 

 

 

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