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7. September 2008: Die 6. Wabenetage wurde begonnen. Zudem wurde die Nesthülle deutlich erweitert. Die erste Drohne konnte ich heute am Nest entdecken. Das Wetter ist momentan weiterhin freundlich und flugtauglich.

 

 

gutes, sonniges Flugwetter

 

Das Nest wächst langsam weiter...

 


11. September 2008: Sowohl die 6. Etage als auch die Hülle wurden erweitert. Viel Arbeit wird momentan in die Nestisolation gesteckt, was wohl mit dem nahenden Kaltlufteinbruch zu tun haben wird. Zumindest ist die rege Bautätigkeit an der Nesthülle auffallend. Etwa 200-250 Hornissenarbeiterinnen bewohnen den Bau momentan.

 

 

Rege wird unter anderem an der Nesthülle gearbeitet, da sich ein Wetterwechsel ankündigt...

 


16. September 2008: Kaltlufteinbruch! Nach kalter Nacht mit ersten Bodenfrösten hat es sich am Tag zugezogen. Unter der Wolkendecke war es deutlich kälter als die Tage zuvor, kaum 10 °C wurden erreicht. Aufgrund der widrigen Witterung beschloss ich, das Nest im Hochstand als auch das dokumentierte Nest im Baum zu zufüttern. Bei dem Nest im Hochstand war das kein Problem, da ein hervorstehender Holzklotz den Tieren als Laufbrett zum Nest und zum Flugloch diente und dort auch größere Mengen Apifonda (Bienenfutterteig) bereitgestellt werden konnten. Die Tiere nahmen den Futterteig rasch an.

 

Zufütterung: der angebotene Futterteig wird gern angenommen...

 


18. September 2008: Luftfrost bis - 5°C! Die mancherorts im Westerzgebirge kälteste Nacht für einen 18.9. seit 50 Jahren zeigt das Ausmaß dieses Kaltlufteinbruchs. Aufgrund eines ausgedehnten Hochdruckkomplexes über West- und Nordeuropa gelangt kalte und trockene Luft aus Nordosten zu uns, was die eisigen Nächte bescherrt. Zugleich liegt ein Höhentief über Südosteuropa und bringt teils immer wieder Wolkenfelder, vor allem am Tag, was eine nenneswerte Erwärmung verhindert. Am frühen morgen, kurz nach Sonnenaufgang, waren die Wiesen überall weiß bereift. Tagsüber zog es sich wieder zu, es blieb kalt. Weiterhin füttere ich zu, was rege angenommen wird.

 

Reif nach eiskalter Nacht!

 

Die Tiere haben arg zu kämpfen, um die Brut (vor allem die Puppen) warm (> 25 °C) zu halten, was bei solchen Temperaturen nicht immer gelingt...

 


20. September 2008: Weiterhin ist es kalt und vor allem tagsüber trüb. Während viele Nester bereits mit einem erheblichen Larvenrauswurf begonnen haben, liegt im Hochstand nur ganz vereinzelt mal eine tote Larve unter dem Nest. Das Zufüttern scheint sich hier deutlich bemerkbar zu machen. Zudem gibt es immer mehr Geschlechtstiere im Nest. Neben vielen Drohnen zeigen sich auch erste Jungköniginnen.

 

Nestansicht, links der vorstehende Balken, auf welchem gefüttert wird...

 

reichlich Betrieb am Futterteig

 

 

Die Tiere verhalten sich dabei sehr ruhig und friedlich, auch nahe Aufnahmen sind möglich...

 


22. September 2008: Eine Entspannung der Wetterlage ist nicht in Sicht, sodass ich weiterhin massiv zufüttere. Trotz einer recht großen Menge angebotenen Apifondas reicht das Futter gerade 2 Tage. Etwa 250-300 Arbeiterinnen betreuen weiterhin die Brut und nun auch immer mehr Geschlechtstiere. Larvenrauswürfe gibt es weiterhin so gut wie nicht.

 

Unten in der linken Mitte: Jungkönigin

 

Betriebsamkeit am Futterteig

 

 

Durch das Zufüttern mit Kohlenhydraten können sich die Hornissen bei den wenigen Ausflügen, die durch das Wetter möglich sind, auf die Jagd (nach derzeit meist kältestarren Insekten) und damit auf die Versorgung der Brut konzentrieren, weshalb es unter anderem bisher kaum Brutverluste hier gibt...

 


25. September 2008: Das Nest beherbergt nun viele Jungköniginnen und Drohnen, dazu fast 300 Arbeiterinnen. Obwohl aufgrund der kalten Wetterlage bei den Nestern rund herum keine neuen Zellen gebaut werden, sondern fast alle Ressorcen zur Bebrütung der Brut und Fütterung der Geschlechtstiere verwendet werden müssen, haben die Hornissen im Hochstand die 7. Wabenetage begonnen und alle Zellen sind restlos bestiftet. Die Altkönigin ist weiterhin sehr vital. Die Zufütterung hat hier einen erheblichen Beitrag zum weiteren positiven Wachstum der Kolonie geleistet. Also gab ich auch heute wieder Futter aus, da es weiterhin kalt, zunehmend nun auch neblig und regnerisch ist. Zum Glück aber gibt es durch die nun auch nächtliche Bewölkung keine Fröste mehr. Bisher habe ich auch keine "Kältekrüppel" bei diesem Nest feststellen können, was bei der Witterung durchaus möglich ist.

 

kaltes, "graues" sowie regnerisches und teils nebliges Wetter

 

Weiterhin wächst das Nest, trotz der Kälte...

 

rege Betriebsamkeit am Nest, das große Tier in der Mitte rechts ist eine Jungkönigin

 

mehrere frisch geschlüpfte Drohnen (hell gefärbt)

 

rechts auf der Nesthülle sitzt eine Jungkönigin

 

links und rechts am Bildrand jeweils eine Jungkönigin

 

Auch die Altkönigin lebt noch und bestiftet Zelle für Zelle (hier sitzend auf der 7. Wabenetage)...

 

weiteres Bild vom Nest

 


 

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