Zusammenfassung unserer Tätigkeiten in der Saison 2021

 

In diesem Jahr werden wir aus Zeitgründen nicht zu jeder Umsiedlung einen größeren Bericht erstellen, sondern unsere Tätigkeiten gleich zusammenfassend in Form einer Liste dokumentieren. Dabei wird es hintereinander (chronologisch) eine Schilderung der einzelnen Umsiedlungsfälle, von Absicherungsmaßnahmen und besonderen Beratungstätigkeiten geben. Die Entwicklungsdokumentation der Nester nach der Umsiedlung und die abschließende Bilanz folgen dann ebenfalls unten in dieser Liste. Zu ausgewählten Nestern gibt es auch externe Berichte mit mehr Material.


Das Ganze wird parallel zur laufenden Saison aktualisiert. Aktualisierungen sind entsprechend markiert.


Der grundsätzliche Ablauf der einzelnen Umsiedlungen ist nicht im Detail dargestellt. Dazu lohnt ein Blick in die Berichte der Vorjahre.

 

Eine Saison-Bilanzierung mit der aufgewendeten Gesamtzeit und den gefahrenen Kilometern sowie mit der Gesamtzahl an Fällen und den insgesamt aus den diesjährig umgesetzten Nestern hervorgegangenen Geschlechtstieren wird zum Jahresende hin ebenfalls noch folgen.

 


Fall 1: 02.07.2021, Hornissen – Stollberg – Gartenhütte


Aufgrund des kalten Frühjahrs startete die Saison spät. Unser erster Umsiedlungsfall führte uns nach Stollberg in eine Gartensiedlung. Hier siedelten wir eine Hornissenkönigin und ihr Nest aus einer Gartenhütte heraus um. Arbeiterinnen gab es noch keine, aber verdeckelte Zellen. Am neuen Neststandort flog sie sich Königin erfolgreich ein.

 

Nest mit Königin in Stollberg vor der Umsiedlung...

 

Weitere Entwicklung: wird noch ergänzt


Bilanz: wird noch ergänzt

 


Fall 2: 18/19.07.2021, Sächsische Wespe – Gelenau – Friedhof


Diese dringende Umsiedlung erreichte uns am Wochenende. Hier hatten die Wespen ihr Nest an einem Gerüst errichtet, welches schon längere Zeit auf einem Friedhof stand und dort zur Reparatur der Kapelle genutzt wurde. Nun sollte das Gerüst abgebaut werden und das kurz zuvor entdeckte Nest musste schnell umgesetzt werden. Die Umsiedlung führten wir in der Nacht zu Montag durch, da Montag früh bereits der Abbau des Gerüstes begann. Die Aussiedlung der Tiere erfolgte am nächsten Morgen. Die Wespen flogen sich gut am neuen Standort ein.

 

Nest unter dem Gerüst...

 

 

Bilder von der Umsiedlung...


Weitere Entwicklung: siehe externer Bericht


Bilanz: wird noch ergänzt

 


Fall 3: 19.07.2021, Hornissen – Freiberg/Zug – Garage


In diesem Fall galt es, ein kleines Hornissennest umzusiedeln. Die ersten Arbeiterinnen waren bereits vorhanden, insgesamt 4 Stück. Leider war die Königin hier kurz vorher ausgefallen. Notgedrungen siedelten wir das Nest um, wenngleich hier keine nennenswerte Entwicklung mehr zu erwarten war. Ggf. wird das Nest noch drohnenbrütig werden und wenigsten paar Drohnen freisetzen, aber auch das ist bei so jungen Völkern eher ungewiss.

 

Neststandort...

 

Blick auf die Wabe mit 3 Arbeiterinnen, eine 4. ist gerade unterwegs...


Weitere Entwicklung:

12.08.2021: Wie befürchtet hat sich das Nest nicht mehr wirklich weiterentwickelt. Da keine Königin zum Umsiedlungszeitpunkt vorhanden war, haben die Tiere nach dem Schlupf einiger weiterer Arbeiterinnen das Nest aufgegeben. Heute war das Nest verlassen. 


Bilanz:

Nest wurde durch den Verlust der Königin, die bereits vor der Umsiedlung ausgefallen war, aufgegeben. Drohnen wurden nicht mehr herangezogen, das Volk war dazu wohl noch zu klein.

 


Fall 4: 21.07.2021, Graue Sandbiene – Olbernhau – Deich


Diesmal ging es für uns vor allem um eine beratende Tätigkeit im Rahmen einer Deicherneuerung in Olbernhau. Hier wurden bei Bauarbeiten Brutstätten der solitär lebenden, aber oft in Kolonien nistenden Grauen Sandbiene entdeckt. Die Brutstätten der geschützten Art mussten umgesetzt werden, was einem größeren logistischen Aufwand entsprach. Zusammen mit dem zuständigen Ingenieurbüro entwickelten wir eine Strategie zur Umsiedlung, wobei die Entwicklungsstadien der Bienen vor Ort evaluiert wurden und eine Aussiedlungsfläche gesucht wurde. Unter definierten Bedingungen wird nun zeitnah die obere Erdschicht des gut 7 m langen und 3 m breiten Areals in Form definierter Bodenfragmente von 30 cm Tiefe ausgehoben (die Bodenbeschaffenheit lässt dies zu, wobei die Bodenstrukturen erhalten bleiben). Diese Erdwürfel werden danach zum neuen Standort verbracht. In ihnen findet sich der Hauptanteil der Brut, nachdem die adulten Bienen selber bereits nicht mehr fliegen. Am neuen Standort werden diese Fragmente wieder zusammengesetzt und mit Sand verfüllt. Die Art der Umsiedlung ist zum Teil experimenteller Natur. Ausführende Stelle bleiben hier die Bauunternehmen vor Ort, während wir zukünftig in dem Fall beratend zur Verfügung stehen und den Verlauf der Umsiedlung begleiten werden.

 

Begutachtung des Bodens und des Brutzustandes zur Strategieentwicklung...

 

Kokon und Puppe der Grauen Sandbiene...


Weitere Entwicklung: wird noch ergänzt


Bilanz: wird noch ergänzt

 


Fall 5: 02.08.2021, Hornissen – Gelenau – Dachverschalung


Die nächste Hornissenumsiedlung führte uns nach Gelenau. Hier hatten Hornissen ihr Nest bestehend aus 3 Etagen hinter der Dachverschalung eines Hauses direkt neben der Terrasse errichtet. Die Verschalung wurde entfernt, die Tiere abgefangen (etwa 20 Arbeiterinnen waren vorhanden) und Nest sowie die zunächst separat abgefangene Königin in den mitgebrachten Nistkasten eingebacht. Anschließend wurden die Arbeiterinnen und das Nest mit Königin wieder zusammengeführt. Die Aussiedlung einige Kilometer entfernt verlief problemlos und die Tiere flogen sich gut ein.

 

Entfernung der Dachverschalung...

 

Das freigelegte Hornissennest...

 

Nest nach der Umsiedlung im Nistkasten...


Weitere Entwicklung:

01.09.2021: Das Nest hat sich nach der Umsiedlung weiterentwickelt und zieht nun Geschlechtstiere heran. Insgesamt 5 Etagen müssten vorhanden sein. Insgesamt ist die Kolonie - wie viele andere Nester im Erzgebirge - durch das insgesamt kühlere Jahr und vor allem durch das kalte Frühjahr kleiner geblieben.

 

Nachkontrolle am 01.09.2021: Das Volk hat sich seit der Umsiedlung weiterentwickelt und zieht bereits Geschlechtstiere heran...

 

Weitere Informationen zur Entwicklung werden mit der Zeit ergänzt!


Bilanz: wird noch ergänzt

 


Fall 6: 06.08.2021, Hornissen – Langenau – Spielhaus im Garten


In diesem Fall hatten Hornissen ihr Nest bestehend aus 2 Wabenetagen in einem Spielhaus im Garten eines Grundstückes errichtet. Das Volk umfasste neben der Königin etwa 20 Arbeiterinnen. Die Umsiedlung des frei in dem Spielhaus hängenden Nestes verlief problemlos. Die Aussiedlung der Tiere war ebenfalls erfolgreich und die Hornissen flogen sich gut am neuen Neststandort ein.

 

Der Neststandort...

 

 

links: das Nest im Dachbereich; rechts: Einbau des Nestes in den Nistkasten nach Abfangen der Arbeiterinnen und der Königin

 

Die Königin auf ihrem umgesiedelten Nest - kurz vor dem Zusetzen der Arbeiterinnen...


Weitere Entwicklung:

09.08.2021: Heute erfolgte eine kurze Nachkontrolle und die Fangboxentnahme. Inzwischen wurde die 3. Etage begonnen und das Volk hat sich gut am neuen Standort eingelebt.

 

Nachkontrolle am 09.08.2021 - 3 Tage nach der Umsiedlung...

 

01.09.2021: Das Nest hat sich nach der Umsiedlung gut weiterentwickelt und zieht nun Geschlechtstiere heran. Insgesamt 5 Etagen sind vorhanden. Insgesamt ist die Kolonie - wie viele Nester in dieser Saison - durch das insgesamt kühlere Jahr und vor allem durch das kalte Frühjahr kleiner geblieben.

 

Nachkontrolle am 01.09.2021 - Das Nest besteht mittlerweile aus 5 Wabenetagen...


   Weitere Infos werden hier noch ergänzt!


Bilanz: wird noch ergänzt

 


Fall 7: 09.08.2021, Hornissen – Annaberg – Dachsanierung


Bei Sanierungsarbeiten war ein Hornissennest im Dach eines Mehrfamilienhauses aufgefallen. Die Arbeiten mussten folglich an der Stelle unterbrochen werden. Bei den vorausgegangenen Arbeiten wurde – wie sich bei der Umsiedlung herausstelle - ein Teil des Nestes beschädigt und die Waben fielen herunter (lagen etwa 20-30 cm unterhalb des Nestes in Dachaufbau). Wir siedelten hier nach Abfangen der 30-35 Arbeiterinnen 2 noch intakte, herabgefallene Waben mit lebenden Larven und Puppen (wurden noch von den Arbeiterinnen betreut) sowie die bereits neu errichteten 1,5 Wabenetagen direkt am ursprünglichen Neststandort in einen Hornissenkasten um. Die Königin hielt sich auf den neugebauten Waben auf und wurde zuvor ebenfalls abgefangen. Später wurden alle Tiere wieder mit dem Nest vereint und ausgesiedelt. Die Tiere flogen sich gut am neuen Standort ein.  

 

 

links: der Neststandort; rechts: abgefangene Hornissenarbeiterinnen in der Fangbox

 

Entnommene Waben...

 

Einbau der Waben in den Nistkasten...

 

Nach der "Familienzusammenführung" und Aussiedlung...


Weitere Entwicklung:

01.09.2021: Das Nest hat sich nach der Umsiedlung weiterentwickelt und zieht nun Geschlechtstiere heran. Insgesamt 4 Etagen sind vorhanden. Insgesamt ist die Kolonie - wie viele Nester in dieser Saison, insbesondere im Erzgebirge - durch das insgesamt kühlere Jahr und vor allem durch das kalte Frühjahr kleiner geblieben.

 

Nachkontrolle am 01.09.2021 - Das Nest besteht mittlerweile aus 4 Wabenetagen, Geschlechtstiere werden im Nest herangezogen...

 

  Weitere Infos werden hier noch ergänzt!

 

Bilanz: wird noch ergänzt

 


Fall 8: 13.08.2021, Hornissen – Lichtenberg - Vogelkasten


In diesem Fall sollte ein Hornissennest in einem Vogelkasten umgesiedelt werden. Interessanterweise befand sich keine 15 m entfernt in einem Baum ein weiteres Nest. Zunächst dachten wir an eine Filiale, aber während der Umsiedlung zeigte sich, dass es zwei unabhängige Nester waren. Zwischen den Arbeiterinnen dieser beiden Nester kam es auch immer wieder zu Rangeleien. Während des 2. Nest im Baum nicht störte, war das Nest im Vogelkasten direkt im Garten etwas ungünstiger gelegen. Auch die ausgelebte Konkurrenz zwischen den Völkern machte hier eine Umsiedlung ratsam. Zunächst saugten wir mittels speziellem Sauger die Arbeiterinnen in eine Fangbox ab und kescherten die letzten Tiere ein. Insgesamt war das Nest deutlich besser entwickelt als die meisten anderen Völker in dieser Saison und etwa 130-150 Tiere gehörten der Kolonie an. Anschließend öffneten wir den Vogelkasten, welchen das darin befindliche Nest schon fast komplett ausfüllte. Sogar der typische Abfallhaufen unter dem Nest war abgetragen worden. Das Nest selbst bestand auf 5 Wabenetagen, wobei ab Etage 3 auch Geschlechtstiere herangezogen wurden. Ein Teil dieser Zellen mit neuen Geschlechtstieren war bereits verdeckelt. Die Altkönigin sowie mehrere junge Hornissenarbeiterinnen konnten während der Umsiedlung auf dem Nest verbleiben. Den Wabenbau verbrachten wir anschließend in den mitgebrachten Hornissen-Umsiedlungskasten. Mit Nest im Kasten und Arbeiterinnen in der Fangbox ging es zur Aussiedlungsfläche, wo wir die Arbeiterinnen wieder mit dem Nest vereinten. Anschließend durften sich die Tiere am neuen Standort einfliegen. Danach entfernten wir noch den Fangkasten und damit war die Umsiedlung beendet.

 

Vogelkasten mit Hornissennest in Lichtenberg

 

Abfangen der Arbeiterinnen mittels spezieller Saugtechnik

 

Der geöffnete Vogelkasten samt Hornissennest...

 

 

links: die Altkönigin auf den bereits in den Umsiedlungskasten eingebauten Waben; rechts: Blick auf die Fangbox mit den abgefangenen Arbeiterinnen

 

Nach der Zusammenführung von Volk und Nest sowie der Aussiedlung werfen wir noch einen Blick auf das Nest...

 

Weitere Entwicklung:

01.09.2021: Das Nest hat sich nach der Umsiedlung sehr schön weiterentwickelt. Insgesamt 7 Wabenetagen sind vorhanden und bis zu 300 Hornissenarbeiterinnen bewohnen das Nest. Es gehört in der eher schwachen Hornissensaison 2021, in der viele Nester eher klein geblieben sind, zu den stärksten Entwicklungen in der Region. Erste Geschlechtstiere bewohnen zudem das Nest, viele weitere werden hier folgen.

 

Nachkontrolle am 01.09.2021 - Das Nest besteht aus 7 Wabenetagen und hat sich sehr schön weiterentwickelt...

 

  Weitere Infos werden hier noch ergänzt!

 

Bilanz: wird noch ergänzt

 


Fall 9: 19.08.2021, Hornissen – Oederan - Vogelkasten


Erneut musste ein Nest umgesiedelt werden, welches in einem Vogelkasten in einem Garten errichtet wurde. Zunächst wurden wieder alle flugfähigen Tiere vom Nest mittels Saugmethode abgefangen. Die letzten zurückkehrenden Tiere wurden anschließend abgekeschert. Insgesamt etwa 150 Hornissenarbeiterinnen landeten so in der Fangbox. Danach haben wir einen Blick in den Vogel-Kasten geworfen, um eine Filialbildung auszuschließen. Im Kasten befand sich ein Nest bestehend aus 6 Wabenetagen, wobei ab Etage 3 Großzellen für Geschlechtstiere vorhanden waren. Auf dieser Wabenetage waren auch bereits viele Geschlechtstierzellen verdeckelt. Auch die Königin befand sich im Nest (neben jungen Arbeiterinnen). Die Zellen auf den unteren Etagen waren zudem frisch bestiftet (also mit Eiern belegt), eine Filialbildung fand also nicht statt. Das Nest selber konnte diesmal im Vogelkasten verbleiben. Mit dem Nest im entfernten Vogelkasten und den abgefangenen Arbeiterinnen in der Fangbox ging es zum Aussiedlungsstandort. Dort haben wir den Fangkasten unten an den Vogelkasten angebaut und dazu das untere Brettchen des Vogelkastens entfernt. Die gesamte Konstruktion wurde an einem Baum angebracht. Über eine Öffnung des Fangkastens konnten die Hornissen so wieder in den Vogelkasten und auf ihr Nest zurückkrabbeln. Kurz darauf gaben wir das Flugloch frei und die Tiere konnten sich neu einfliegen. Später entfernten wir noch den Fangkasten und ließen den Vogelkasten nach unten hin offen, damit die Tiere ihr Nest, welches den Vogelkasten schon gut ausfüllte, ohne Platzprobleme nach unten erweitern können.  

 

  

Der Neststandort im Vogelkasten...

 

Der nach dem Abfangen der Arbeiterinnen geöffnete Nistkasten - ein Nest mit 6 Etagen kommt zum Vorschein...

 

Am Aussiedlungsstandort - unten wurde die Fangbox an den Vogelkasten angebaut, um Arbeiterinnen und Nest inkl. Königin wieder zu vereinen...

 

Fluglochfreigabe - die Arbeiterinnen fliegen sich am neuen Standort ein...

 

Später wird noch die Fangbox entfernt, die Umsiedlung ist damit abgeschlossen...

 

Weitere Entwicklung:

03.09.2021: Das Nest hat sich nach der Umsiedlung sehr schön weiterentwickelt. Insgesamt 7 Wabenetagen sind vorhanden und die 8 Etage wurde begonnen. Insgesamt dürften bis zu 300 Hornissenarbeiterinnen dem Nest angehören. Es gehört in der eher schwachen Hornissensaison 2021, in der viele Nester eher klein geblieben sind, zu den stärksten Entwicklungen in der Region. Erste Geschlechtstiere bewohnen zudem das Nest, viele weitere werden hier folgen.

 

 

Nachkontrolle am 03.09.2021 - Das Volk hat sich sehr schön weiterentwickelt und das Nest reicht nun unten aus dem Vogelkasten heraus...

 

Weitere Infos werden hier noch ergänzt!

 

Bilanz: wird noch ergänzt

 


Fall 10: 24.08.2021, Hornissen – Mittelsaida - Gartenhütte


Unsere nächste Umsiedlung betraf ein Nest an einer Gartenhüttentür. Hier kam es durch das Öffnen der Tür zu einem Stich der Gartenbesitzerin, welche nachfolgend eine verstärkte Reaktion auf den Stich zeigte. Das Nest selber ließ sich recht einfach umsetzen, nachdem die Arbeiterinnen (ca. 150-170 Tiere) mittels Saugmethode abgefangen waren. Insgesamt 6 Wabenetagen waren bereits angelegt und es befand sich bereits verdeckelte Brut von Geschlechtstieren in den Waben ab Etage 3. Nach 2,5 Stunden war die Umsiedlung abgeschlossen und wir konnten auch gleich die Fangbox wieder mitnehmen.

 

Hornissennest an der Gartenhüttentür...

 

Nach Abfangen der Arbeiterinnen wird das Nest vorsichtig entfernt...

 

Nach Einbau des Nestes in den Nistkasten und Zusammenführung der Arbeiterinnen mit dem Nest sowie der Aussiedlung des Volkes erfolgt noch eine kurze Nachkontrolle...

 

Weitere Entwicklung: wird noch ergänzt

 

Bilanz: wird noch ergänzt

 


Fall 11: 24.-26.08.2021, Hornissen – Freiberg - Garage / Filialnest und Suche nach dem Ursprungsnest


Nach der Umsiedlung im Mittelsaida führten wir noch eine weitere Umsetzung an dem Tag durch. Diese war jedoch deutlich zeitaufwändiger. Erneut waren es Hornissen, diesmal jedoch in einer Garage in Freiberg. Beim Blick auf das kleine Nest, welches nur aus einer Etage mit etwa 15 Hornissenarbeiterinnen sowie der Königin bestand, war schnell klar, dass hier gerade eine späte Filialbildung stattfand. Nach Rücksprache mit dem Garageneigentümer bestätigte dieser, dass dieses Nest erst vor etwa zwei Wochen hier entstanden war. Es kam auch bereits zu Stichen, da die Tür zur Garage schwergängig war und die Tiere das ruckartige Öffnen als Störung ansahen. Da die Garage aber genutzt wurde, konnten wir hier nicht abwarten, bis die Filialbildung abgeschlossen sein würde, was insgesamt etwa 4 Wochen dauert. In dieser Zeit bewirtschaften die Tiere eines Volkes zwei Nester, das ursprüngliche Nest am zu klein gewordenen Nistplatz und den Neubau in einer geräumigeren Umgebung (hier in der Garage). Dabei wird die Brut am alten Standort noch hochgezogen, während am neuen Standort bereits neue Eier gelegt werden. Nach 4 Wochen etwa ziehen dann die letzten Arbeiterinnen mit den zuletzt geschlüpften Tieren zum neuen Standort um und das alte Nest wird aufgegeben.


Im aktuellen Fall bestand die neugebaute Wabe ungewöhnlicherweise nur aus Großzellen für Geschlechtstiere. Es war also wichtig, auch das alte Nest zu finden, wo sich sicher noch viel Brut in Kleinzellen befand. Aus dieser Brut würden sich nochmal viele Arbeiterinnen entwickeln. Wir suchten fast 2 Stunden, fanden aber kein 2. Nest. Notgedrungen setzten wir erstmal das Filialnest inkl. der Königin um und machten eine Zwischenaussiedlung dieser kleinen Kolonie. Am Folgetag wollten wir dann nochmal eine Suche durchführen, da wärmeres Wetter die Chancen auf ein Entdecken des Ursprungsnestes erhöhte. Am Folgetag dann suchten wir wie geplant erneut. Ab und an waren umherfliegende Hornissen zu entdecken, denen wir dann nach und nach zu folgen versuchten. Nach über 2 Stunden wurden wir dann endlich fündig. Im Hangbereich eines Sportplatzes, etwa 30 m von der Garage entfernt, befand sich ein Erdnest. Erdnester bilden irgendwann fast immer Filialen, wenn die Völker stärker werden. Nachfolgend fingen wir die Tiere dort mittels Kescher ab und gruben das Nest vorsichtig aus. Das Nest bestand aus 2 Wabenetagen. Viele Zellen waren noch von älteren Larven und Puppen belegt (welche sich zu Arbeiterinnen entwickeln werden). Eier oder kleinere Larven fehlten hier typischerweise, ebenso die Königin. Das Ursprungsnest war also gefunden. Filiale und Ursprungsnest wurden nachfolgend erfolgreich vereint und am Morgen des Folgetages dann ausgesiedelt. Insgesamt beschäftigte uns dieses kleine Volk bestehend aus etwa 40-45 Arbeiterinnen über 3 Tage hinweg.

 

Zwei Wochen altes Filialnest in einer Garage...

 

 

Zunächst wird das Filialnest inkl. Königin (siehe rechtes Bild) notdürftig umgesetzt, das zweite Nest (Ursprungsnest) bleibt zunächst noch unentdeckt...

 

Nach stundenlangem Suchen werden wir am Folgetag endlich fündig - 30 m von der neugebauten Filiale entfernt befindet sich das in diesem Fall unterirdisch angelegte alte Ursprungsnest...

 

Die Arbeiterinnen werden hier abgefangen und das Erdnest langsam freigelegt...

 

 

Links: Blick auf die Waben mit noch vielen belegten Zellen; Rechts: geborgenes Nest

 

Im Gegensatz zur Filiale befindet sich in diesem Nest noch viel ältere Brut - das zeigt auch, wie wichtig die Umsiedlung beider Nester im Falle einer Filialbildung ist (wenn der Abschluss der Filialbildung nicht abgewartet werden kann)...

 

Das alte Nest (linker Teil) und die neue Wabe der Filiale (rechts) werden zusammen in einen Nistkasten eingebaut - man erkennt deutlich den Unterschied der Brutentwicklung in beiden Nestern...

 

Aussiedlung am Morgen des 3. Tages - damit ist dieser Fall abgeschlossen...

 

Weitere Entwicklung: wird noch ergänzt

 

Bilanz: wird noch ergänzt

 


Fall 12: 29.08.2021, Hornissen – Großhartmannsdorf - Fassade Gartenhaus


In diesem Fall galt es, ein Hornissennest aus der Fassade eines Gartenhauses umzusetzen. Aufgrund dringender Dacharbeiten konnte das Nest nicht am Standort verbleiben. Es selber wurde im Juli als Filiale am Standort errichtet. Nach dem Abfangen der Arbeiterinnen (>150 Tiere) mittels Saugmethode wurde die Fassade, welche nach Innen hin verbrettert war, geöffnet. Im Hohlraum dahinter wurde dann das Hornissennest sichtbar. Es war auf ein verlassenes, altes Hornissennest aufgesetzt worden. Der bewohnte untere Nestteil bestand aus 4 Wabenetagen und dem Beginn einer 5. Etage. Erste verdeckelte Waben, in welchen sich Geschlechtstiere entwickelten, waren vorhanden. Vorsichtig wurde der bewohnte Nestteil geborgen und samt Königin und Jungtieren in den mitgebrachten Nistkasten eingebaut. Danach wurden letzte Nachzügler eingefangen und anschließend ging es zum Aussiedlungsstandort. Dort wurde der Kasten an einer geeigneten Stelle angebracht und Nest sowie abgefangene Arbeiterinnen wieder vereint. Anschließend durften sich die Tiere in ihrem neuen Lebensraum einfliegen. Zuletzt entfernten wir noch die Fangbox und warfen einen abschließenden Blick auf das Nest. Damit war die Umsiedlung für uns beendet.

 

 

Links: Blick auf den mit Hülle versehenen Nesteingang; rechts: Abfangen der Arbeiterinnen...

 

Nach dem Öffnen der Fassade wird das Nest sichtbar; das bewohnte Nest aus diesem Jahr (unterer Teil) wurde auf ein altes, unbewohntes Hornissennest (obere 3 Etagen) angebaut...

 

Entfernung des bewohnten Nestteils und Einbau der Waben in den Nistkasten...

 

Abschließender Blick auf das Nest nach der Zusammenführung von Arbeiterinnen und Nest samt Königin am Aussiedlungsstandort... 

 

Weitere Entwicklung:

10.09.2021: Bei der heutigen Nestkontrolle zeigte sich, dass die Tiere die Umsiedlung gut verkraftet haben. Viel Energie wurde seit der Umsiedlung in den Neubau der Nesthülle gesteckt. Auch die Brut hat sich weiterentwickelt und es gibt immer mehr verdeckelte Brutzellen mit Geschlechtstieren.

 

Nachkontrolle am 10.09.2021: Um das Nest herum wurde in den zurückliegenden Tagen seit der Umsiedlung eine umfangreiche Nesthülle errichtet...

 

Weitere Infos werden hier noch ergänzt!

 

Bilanz: wird noch ergänzt

 


Fall 13: 01.09.2021, Hornissen – Annaberg - Gelände des Erzgebirgsklinikums


Der nächste Fall führte uns nach Annaberg und war sehr dringend. Im  Gelände des Erzgebirgsklinikums befand sich ein Hornissennest, welches bisher keine Probleme verursachte. Seit einigen Tagen aber verirrten sich in den Abendstunden immer mehr Hornissen in die hellerleuchteten Patientenzimmer. Zur Lösung des Problems siedelten wir das Hornissennest, welches sich in einem Vogelkasten befand, um. Das Nest selber war nicht sehr groß und bestand aus 3 Wabenetagen. Eine Königin gab es hier schon nicht mehr, aber es war noch Brut vorhanden, aus denen Arbeiterinnen und Geschlechtstiere hervorgehen würden – betreut von zum Umsiedlungszeitpunkt etwa 50 Arbeiterinnen. Die Umsiedlung selber verlief problemlos und erfolgte in einen separaten Hornissenkasten.

 

 

Links: Nest im Vogelkasten direkt neben dem Klinikum; rechts: Nest im Vogelkasten nach Abfangen der Tiere...

 

Nach der erfolgreichen Umsiedlung sind Nest und Arbeiterinnen wieder vereint...

 

Weitere Entwicklung: wird noch ergänzt

 

Bilanz: wird noch ergänzt

 


Fall 14: 06.-07.09.2021, Hornissen – Kleinschirma bei Freiberg - Dachbereich eines Neubaus 


Der nächste Fall führte uns nach Kleinschirma bei Freiberg. In diesem Fall waren Hornissen in den Dachbereich eines neu errichteten Hausanbaus eingezogen (wahrscheinlich Filialbildung vor einigen Wochen). Da die Arbeiten am Neubau nach längerer Pause im Oktober weitergehen sollten, war eine Umsiedlung ratsam, bevor das Nest dann im Oktober voller Geschlechtstiere ist. Der Fall war letztlich aber komplizierter als zunächst gedacht, da die Schalungsbretter, hinter denen sich das Nest befand, unter den bereits fertig gestellten oberen Dachbereich führten und dort verschraubt waren. Ohne einen umfangreichen Rückbau des fertigen Blech-Daches wäre man nur mit sehr groben Methoden an das Nest gekommen. Nach dem Absaugen der etwa 200 Tiere kam also dann der komplizierte Teil dieser Umsiedlung. Um Schäden am Neubau unbedingt zu vermeiden, mussten wir uns also für einen anderen Weg entscheiden. Dieser bestand schließlich darin, die Wabenetagen einzeln durch eine kleine Öffnung, durch die man gerade mit der Hand hindurchgreifen konnte, aus dem Hohlraum dahinter zu bergen. Eine Abtötung des Nestes durch einen Schädlingsbekämpfer, was im Falle einer nicht möglichen Umsiedlung hier denkbar gewesen wäre, wollten wir um jeden Preis vermeiden. Daher versuchten wir händisch nach den Etagen zu greifen, diese quasi „blind“ zu erfühlen sowie Schritt für Schritt einzelne Etagen vom Bau zu lösen und diese aus dem Hohlraum zu entnehmen. Letztlich war es wichtig, so viel wie möglich Brut zu erhalten - insbesondere die großen Larven und Puppen, welche sich zu neuen Geschlechtstieren entwickeln. Nach einiger Zeit hatten wir die 6 Wabenetagen endlich beisammen und bauten diese in den Hornissenkasten in der gleichen Reihenfolge wieder zusammen. Das ganze Vorhaben dauerte seine Zeit. Anschließend ging es zur Aussiedlungsfläche, wo wir Nest und Arbeiterinnen wieder vereinten. Die Fluglochfreigabe erfolgte hier erst am nächsten Tag, da es bereits – 4,5 h nach Beginn der langwierigen Umsiedlung – zu dunkel war. Am nächsten Morgen durften sich die Tiere dann neu einfliegen und die Fangbox wurde noch entnommen. Damit war die Umsiedlung erstmal beendet und das Volk kann nun in Ruhe noch seine Geschlechtstiere im September und Oktober freisetzen. Die ersten Geschlechtstiere werden bei diesem Volk in den nächsten Tagen schlüpfen.

 

 

Links: Blick auf den Zugang zum Hornissennest hinter der Verschalung; rechts: Abfangen der Tiere...

 

Da sich die Verschalung nicht ohne Weiteres entfernen lässt, müssen wir letztlich das Nest Wabenetage für Wabenetage durch diese kleine Öffnung entnehmen...

 

 

Blick auf das Nest im Hohlraum dahinter durch die kleine Öffnung in der Verschalung...

 

 

Die einzelnen Etagen werden anschließend in der korrekten Reihenfolge wieder aufeinandergebaut…

 

"Familienzusammenführung" am Aussiedlungsstandort am Abend, am Morgen des Folgetages wird dann das Flugloch freigegeben und die Tiere können sich neu einfliegen...

 

Weitere Entwicklung:

09.09.2021: Wir haben heute nochmal nach dem Nest gesehen. Die Tiere haben die Umsiedlung gut überstanden und fliegen bei dem aktuell warmen Wetter rege ein und aus. Auch die Nesthülle wurde bereits in größerem Umfang ersetzt.

 

Nachkontrolle am 09.09.2021: Die Hornissen waren fleißig und haben bereits größere Teile des Nestes mit einer neuen Hülle überzogen...

 

Weitere Infos werden hier noch ergänzt!

 

Bilanz: wird noch ergänzt

 


Fall 15: 10.09.2021, Gemeine Wespe – Lippersdorf - Durchbruch in Wohnbereich


In diesem Fall sind Wespen (Gemeine Wespe), welche im Giebelbereich eines Daches nisten, in den darunterliegenden Wohnraum eines Dachgeschosszimmers durchgebrochen. Die Wespen nagten sich hier durch einen schmalen Spalt, der mit Bauschaum verschlossen war, sowie durch die anschließende dünne Styroporverkleidung. Erfreulicherweise kann das Nest am Standort verbleiben, da eine Umsiedlung des volkstarken Nestes hinter der Zimmerverkleidung kompliziert geworden wäre. Wir führten allerdings eine Absicherung durch. Dazu verbauten wir den Spalt mit Holzleisten und haben den Bereich anschließend mit Metallgaze überzogen. Auf diese Weise kann der Raum erstmal weiter genutzt werden, bis das Nest im Spätherbst verlassen sein wird. Danach soll der Raum dann ohnehin renoviert werden.

 

Situation im Dachgeschosszimmer: Wespen (Gemeine Wespe) sind durch einen Spalt in der Raumverkleidung in den Wohnraum vorgedrungen...

 

Auch Bautätigkeit ist an der Durchbruchsstelle bereits deutlich erkennbar...

 

Wir verschließen den Spalt, damit die Tiere nicht mehr in den Innenraum vordringen können...

 

Weitere Entwicklung: Keine weiteren Einträge vorgesehen, da lediglich Absicherungsfall...

 

Bilanz: Keine Bilanzierung des Volkes vorgesehen, da lediglich Absicherungsfall...

 


 

Weitere Umsiedlungs-, Absicherungs- und ggf. Beratungsfälle werden hier zeitnah ergänzt...

 

 

© www.insektenstaaten.de / Dr. Michel Oelschlägel         Hier: Das insektenstaaten.de-Team stellt sich vor       Hier: Kontakt, Impressum und Datenschutz

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