Rote Wespe (Vespula rufa)
 
Arbeiterin der Roten Wespe beim Honigklau an alten Hummelwaben...
 
 
Charakteristisch ist die Rotfärbung beim 1. und 2. Hinterleibssegment erkennbar - diese ist jedoch recht variabel und kann bei Königinnen auch reduziert sein...
 
 
Links: Blick auf die Kopfzeichnung, die der Zeichnung der Gemeinen Wespe sehr ähnelt; Rechts: Weiteres Bild - Seitenansicht
 
Nest der Roten Wespe, hier in einem Hummelkasten - dieser Standort ist eher untypisch, die meisten Nester werden unterirdisch angelegt... 
 
 
Drohnen der Roten Wespe auf der Nesthülle
 
 
Jungköniginnen der Roten Wespe - hier zusammen mit Drohnen und Arbeiterinnen - auf der Nesthülle...
 
Jungkönigin der Roten Wespe - sich hier an Bienenfutterteig stärkend; bei Königinnen kann die Rotfärbung - im Gegensatz zum Exemplar auf dem Bild - auch deutlich reduziert sein...
 
 
Links: Verlassenes Nest der Roten Wespe Ende September in einem Hummelkasten; Rechts: Wabenbau in einem Nest der Roten Wespe mit einer Kleinzell- und 2 Großzell-Wabenetagen
 

Aussehen:

Charakteristische Art, vor allem im Bereich der Hinterleibszeichnung. Dort findet man auf den ersten beiden Hinterleibssegmenten eine auffallende Rotfärbung. Das Kopfschild ähnelt der Gemeinen Wespe. Bei den Königinnen dieser Art kann die Rotfärbung auch reduziert sein und gelegentlich fast fehlen.

 

Größe:

Königin: Länge: 16-20mm
Arbeiterin: Länge: 10-14mm
Drohne: Länge: 10-16mm

 

Flugzeiten:

Königinnen ab Mai; Arbeiterinnen ab Juni bis September; Geschlechtstiere von August bis in den September

 

Nistweise:

Die Nester werden fast ausschließlich unterirdisch angelegt. Diese Nester werden durch das Abtragen von Erdmaterial erweitert. Meist findet man eine Anhäufung von Erdkügelchen am erdoberflächlichen Eingang zum Nest. Die Nester selbst werden aus oberflächlich verwitterten Material hergestellt wodurch das Nest eine graue Färbung erhält. Die Nester enthalten meist nur 3-4 Wabenetagen, wobei die Nester recht klein bleiben (etwa 15-20 cm Durchmesser). Die Schutzhüllen sind vergleichsweise glatt und ohne deutliche Lufttaschen. Oft gibt es nur einen Eingang zum Nest, welcher sich im unteren Nestdrittel befindet. Die Art ist auch in Nestnähe nicht aggressiv und wird auch kaum lästig, im Gegensatz zu ihren beiden Verwanden.

 

Volkstärken:

meist 80 bis 200 Individuen, selten mehr

 

Weiterführende Links:

- Entwicklung eines Nestes der Roten Wespe in einem Hummelkasten (Hummeltagebuch 2017)

 

 

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