Hornissenumsiedlung zusammen mit der Feuerwehr Aue (2015)

 

Am 03.07.2015 führte ich in Aue im Erzgebirge die Umsiedlung eines Hornissennestes durch. Dieses wurde in der Dämmung eines Hauses errichtet. Das noch kleine Volk konnte dort nicht bleiben, da größere Schäden an der Wandisolation zu befürchten waren, da die Hornissen direkt hinter der Außenfassade in einem kleinen Hohlraum nisteten. Durch einen Vogel wurde die Fassade unterhalb des Daches im Frühjahr etwas beschädigt und erlaubte der Hornissenkönigin nachfolgend den Zugang.  Aufgrund der Lage des Nestes wurde das kleine Völkchen zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Aue umgesiedelt. Die Ausnahmegenehmigung durch die untere Naturschutzbehörde lag vor. Zur Bergung der Waben wurde die Fassade im Bereich des vermuteten Nestes teilweise geöffnet. An dieser Stelle auch nochmal herzlichen Dank an den Hauseigentümer, der die Umsiedlung zugelassen hat. Aufgrund der schwierigen Bergung und der Lokalisation des Nestes wäre auch eine Abtötung in Frage gekommen. Das Nest wurde nach der erfolgreichen Bergung und der Einbringung in einen Nistkasten an einem geeigneten Neststandort im Landkreis ausgesiedelt. Nochfolgend einige Bilder vom Geschehen:

 

Erkundung des Neststandortes mit der Drehleiter der Feuerwehr Aue

 

 

Nun geht es in die Schutzkleidung...

 

Hornissenarbeiterinnen fliegen ab, als die Arbeiten beginnen - diese werden als erstes abgefangen...

 

Anschließend wird die Hausverkleidung aufgehackt, um an das Nest zu kommen...

 

Als das Nest sichtbar wird, habe ich die Königin abgefangen, da diese bei kleineren Völkern noch nicht so wabentreu ist und noch abfliegen kann...

 

Die Arbeiten neigen sich dem Ende - da alle Tiere abgefangen sind, kann auf die Schutzkleidung wieder verzichtet werden - was bei über 30°C an dem Tag sehr angenehm war...

 

Die Wabe wird in einen Umsiedlungskasten geklebt...

 

Die Königin und die Arbeiterinnen werden wieder zugesetzt und noch etwas gefüttert...

 

Ausssiedlungsstandort - nachdem sich die Tiere vom Transport erholt haben, wird das Flugloch freigegeben und die Arbeiterinnen fliegen sich ein...

 

Die Umsiedlung selber war ein Erfolg und anfangs ging es mit den Völkchen weiter bergauf. Einige Zeit später zog das kleine Volk noch in einen benachbarten Jägerhochstand um und baute dort ein Nest mit 2 Wabenetagen. Leider ist die Königin Ende Juli aus unbekannter Ursache gestorben und das Nest ist letztlich abgestorben, ohne Jungköniginnen heranzuziehen. Eventuell haben es aber noch einige Drohnen geschafft, vom Nest abzufliegen.

 

 

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